Hommage an den Star des Klassizismus: Johann Joachim Winkelmann

50 Jahre Münchner Antikensammlung

In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Johann Joachim Winkelmann zum gefeierten Gelehrten der antiken Kunst und zum prägenden Altertumsforscher in Rom. Winkelmanns Einfluss auf König Ludwig I. und dessen Bau- und Kunstpolitik kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Mit der hervorragenden Sonderausstellung feiert die Antikensammlung ihr 50-jähriges Bestehen am Königsplatz. Sie beherbergt die weltweit wertvollste Sammlung antiker Keramik, deren Bilderwelten bis heute begeistern: Der Mythos vom Trojanischen Krieg, die Sagen von mächtigen Helden und Göttern, Krieg und Friede wurden in den Töpferwerkstätten Athens Thema der Kunstwerke, die zweieinhalb Jahrtausende überdauerten.

Die Residenz der Künste

König Ludwig I. und der „neue“ Königsbau

Unmittelbar nach seinem Regierungsantritt begann KönigLudwig I.die Münchner Residenz durch umfängliche Neubauten zu erweitern. 1826 wurden die Arbeiten am Königsbau durch den Architekten Leo von Klenze in Angriff genommen. Ludwigs Verehrung für Italien und die Renaissance bestimmte den Baustil, die Innenausstattung jedoch war ganz der Literatur und der Bildung gewidmet. 1835 war die neue Königswohnung bezugsfertig – rechtzeitig zur Silberhochzeit mit Therese von Sachsen. Neu war, dass die königlichen Gemächer gleichsam „vor dem Auge des Volkes“ lagen, denn bereits zu LebzeitenLudwigs I.konnten sie besichtigt werden. Sie dienten als öffentliche Bildungs- und Erziehungsorte und vermitteln bis heute die ausgeprägte Kunstpolitik des bayerischen Königs. Nach über 10-jähriger Renovierung sind sie nun samt prachtvoller Kunstkammern wieder zugänglich.

100 Jahre Freistaat Bayern

Kurt Eisner und die Revolution 1918

Als der fünfte Kriegswinter bevorstand war die Revolution nicht mehr aufzuhalten: Am 8. November 1918 gelang es der linken Opposition um den unabhängigen Sozialdemokraten Kurt Eisner Bayerns König Ludwig III. zu stürzen. Erklärte Ziele waren die sofortige Beendigung des Krieges und die Umwandlung des Staatswesens in eine parlamentarische Demokratie. Der Erfolg war umso erstaunlicher, als er ohne ernsthaften Widerstand und völlig unblutig errungen wurde. Die Führung thematisiert Münchens Geschichte um 1900, den Zeitgeist vor dem Ersten Weltkrieg und seine Veränderung durch die politischen und sozialen Katastrophen und folgt den Spuren Kurt Eisners am Stachus.

200 Jahre Bayerische Verfassung

Der Münchner Justizpalast

Vor 120 Jahren baute der Münchner Architekt Friedrich von Thiersch den gewaltigen Justizpalast. Seither dominiert die neobarocke Fassade das Stadtbild am Karlsplatz. Das imposante Gebäude beherbergt das Staatsministerium der Justiz und bildet den zentralen Ort der bayerischen Rechtsprechung. Auch die meisten Kammern des Landgerichts München 1 sind hier untergebracht, ebenso der Bayerische Verfassungsgerichtshof und das Oberlandesgericht München. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Raum, in dem 1943 die Prozesse gegen die Mitglieder der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" stattfanden.

150 Jahre Technische Universität (TUM)

Der Forschungscampus Garching

Begeben Sie sich auf Entdeckungsreise auf dem Forschungscampus Garching – einer einzigartigen Konzentration naturwissenschaftlicher und technischer Forschungseinrichtungen. Internationalen Forschern geht es hier um Kern- und Teilchenphysik ebenso wie um die Gestalt und Entwicklung des Universums. Max Planck-Institute, LMU und TUM sind in Garching vertreten, und alle nutzen die Leistungen des „SuperMUC“, eines der leistungsstärksten Computer der Welt. Die Führung möchte Ihnen die Geschichte der technischen Studiengänge in München, aktuelle Forschungsschwerpunkte und Fragen der Bildungspolitik verdeutlichen. Zudem eröffnet die „ESO Supernova“, das neue Münchner Planetarium.

Das Auge des Künstlers – Perspektivenwechsel in der Kunst

Die Meisterwerke der Alten Pinakothek

Eine sehr alte Frage: Was ist Kunst und welche Motive sind kunstwürdig? Stehen religiöse und theologische Werte im Vordergrund oder diesseitige und reale Objekte? Dient Kunst der geistigen Wegweisung oder der sinnenfrohen Betrachtung? Wie sehr diese Perspektivenfrage Künstler zwischen Mittelalter und Neuzeit bewegte, lässt sich an Meisterwerken der Alten Pinakothek eindrucksvoll nachvollziehen. Nach jahrelanger Generalsanierung des Gebäudes und Restaurierung zahlreicher Gemälde erstrahlt die Sammlung in neuem Glanz. Die Führung nimmt die Wiedereröffnung zum Anlass, scheinbar vertraute Meisterwerke neu zu erleben, denn die Zeit der Renaissance hat uns heute besonders viel zu sagen.

Neupräsentation im Lenbachhaus

BILDSCHÖN. Ansichten des 19. Jahrhunderts

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine Innovationskraft begeistert. Besondere Würdigung erfährt dabei der Malerfürst Franz von Lenbach.