Ab November 2019: Anthonis van Dyck (1599 - 1641)

Sonderausstellung in der Alten Pinakothek

In ganz Europa wurde er gefeiert für seine Porträts von Fürsten, Feldherren, Künstlern und Schönheiten seiner Zeit. Sie alle wurden von ihm unvergleichlich lebendig und zugleich repräsentativ ins Bild gebannt. Doch der Weg zum Ruhm war kein einfacher: Seine künstlerischen Anfänge standen im Zeichen des berühmten Peter Paul Rubens, dem gleichermaßen bewunderten wie fast übermächtigen Vorbild. Die frühen Historien zeugen von der intensiven Auseinandersetzung, aber auch von zähem Ringen. Erst in Italien, unter dem Einfluss der venezianischen Malerei, von Tizian und Tintoretto, fand er seinen eigenen Weg.

Die Residenz der Künste

König Ludwig I. und der „neue“ Königsbau

Unmittelbar nach seinem Regierungsantritt begann König Ludwig I. die Münchner Residenz durch umfängliche Neubauten zu erweitern. Seine leidenschaftliche Verehrung Italiens und der Renaissance bestimmte den Baustil, die Innenausstattung war ganz der Literatur und der Bildung gewidmet. 1835 waren die Räume bezugsfertig – rechtzeitig zur Silberhochzeit mit Königin Therese. Die königlichen Gemächer lagen nun gleichsam „vor dem Auge des Volkes“, denn schon zu Lebzeiten Ludwigs I. konnten sie besichtigt werden. Ihre prunkvolle Ausstattung und die reichen Sammlungen vermitteln bis heute die ausgeprägte Kunstpolitik des bayerischen Königs. Nach über 10-jähriger Renovierung sind sie nun wieder zugänglich.

Ab November 2019: Alexej von Jawlensky und Marianne von Werfekin

Künstlerpaar der Avantgarde

Alexej von Jawlensky (1864-1941) und Marianne von Werefkin (1860-1938) sind in den Kanon der Kunstgeschichte als eines der wegweisenden Künstlerpaare der Avantgarde eingegangen. Mit der von ihnen 1909 initiierten Gründung der Neuen Künstlervereinigung München, aus der zwei Jahre darauf der Blaue Reiter hervorgegangen ist, haben sie nicht nur als Vordenker und malerischer Impulsgeber dieser Vereinigungen Kunstgeschichte geschrieben, sondern auch einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung der Moderne am Beginn des 20. Jahrhunderts geleistet. Bemerkenswert ist, dass sie als private wie künstlerische "Partner", die sie über 25 Jahre gewesen sind, noch niemals gemeinsam in einer Ausstellung vorgestellt wurden.

Ab Herbst 2019: Forever Young

10 Jahre Sammlung Brandhorst

Seit nunmehr 10 Jahren, seit Mai 2009, prägt die bunt schillernde Architektur des Museums Brandhorst der Berliner Architekten Sauerbruch Hutton das Straßenbild der Münchner Maxvorstadt. Das Ehepaar Anette und Udo Brandhorst sammelte seit den 1970er Jahren über 1000 Werke wegweisender Künstler der klassischen Avantgarde. Neben Meisterwerken der westdeutschen Malerei richteten sie ihr Augenmerk bald auf die Kunst der Vereinigten Staaten. Zum 10-jährigen Jubiläum des Museums Brandhorst werden die Highlights der Sammlung von Andy Warhol, Bruce Naumann und Sigmar Polke zahlreichen Neuerwerbungen und der zeitgenössischen Kunst gegenübergestellt. Es geht um die Fragen der politischen Dimension der Pop-Art und um die Möglichkeiten der Malerei im Informationszeitalter. Und: Cy Twomblys Rosensaal wird erstmals wieder in seiner ursprünglichen, vom Künstler konzipierten Form wieder zu sehen sein.

150 Jahre Technische Universität (TUM)

Der Forschungscampus Garching

Begeben Sie sich auf Entdeckungsreise auf dem Forschungscampus Garching – einer einzigartigen Konzentration naturwissenschaftlicher und technischer Forschungseinrichtungen. Internationalen Forschern geht es hier um Kern- und Teilchenphysik ebenso wie um die Gestalt und Entwicklung des Universums. Max Planck-Institute, LMU und TUM sind in Garching vertreten, und alle nutzen die Leistungen des „SuperMUC“, eines der leistungsstärksten Computer der Welt. Die Führung möchte Ihnen die Geschichte der technischen Studiengänge in München, aktuelle Forschungsschwerpunkte und Fragen der Bildungspolitik verdeutlichen. Zudem eröffnet die „ESO Supernova“, das neue Münchner Planetarium.

Das Auge des Künstlers – Perspektivenwechsel in der Kunst

Die Meisterwerke der Alten Pinakothek

Eine sehr alte Frage: Was ist Kunst und welche Motive sind kunstwürdig? Stehen religiöse und theologische Werte im Vordergrund oder diesseitige und reale Objekte? Dient Kunst der geistigen Wegweisung oder der sinnenfrohen Betrachtung? Wie sehr diese Perspektivenfrage Künstler zwischen Mittelalter und Neuzeit bewegte, lässt sich an Meisterwerken der Alten Pinakothek eindrucksvoll nachvollziehen. Nach jahrelanger Generalsanierung des Gebäudes und Restaurierung zahlreicher Gemälde erstrahlt die Sammlung in neuem Glanz. Die Führung nimmt die Wiedereröffnung zum Anlass, scheinbar vertraute Meisterwerke neu zu erleben, denn die Zeit der Renaissance hat uns heute besonders viel zu sagen.

Tagesfahrt ins Wittelsbacher Land

Ursprünge eines Herzogsgeschlechts

Spannende Geschichten erwarten Sie im Wittelsbacher Land, an den idyllischen Ursprungsorten des bayerischen Herzogsgeschlechtes: Warum stritten der bayerische Herzog und der Bischof von Freising so erbittert in Ilmmünster und warum mussten die Gebeine des Heiligen Arsatius nach München entführt werden? Warum verlobte sich in Scheyern vor über 1000 Jahren die bayerische Prinzessin Gisela mit König Stephan I. von Ungarn und warum wählten die Wittelsbacher die alte Burg als erste dynastische Grablege? Warum wurde die erste Stammburg der Wittelsbacher abgetragen und warum nahm König Ludwig I. nicht an der Einweihung des Denkmals teil? Und was führte Kaiserin Elisabeth nach Unterwittelsbach und warum war ihr Vater Herzog Maximilian von Bayern so beliebt? Kirchen, Klöster und Burgen lassen die mittelalterliche Geschichte der Wittelsbacher lebendig werden.

Walhalla und Befreiungshalle

Klassizismus an der Donau

Vor 300 Jahren vollendeten die Gebrüder Asam ihr Meisterwerk: Dramatisch wie der Wasserlauf am Donaudurchbruch entfalteten die beiden Künstlerbrüder einen vollendeten Wirbel aus Malerei und Stuck zu Ehren des Heiligen Georg und des Weltenburger Benediktinerordens – ein famoser Triumph des bayerischen Rokokos. Doch der Zauber markiert bereits den Umbruch: Hundert Jahre später schuf Bayerns König Ludwig I. monumentale Tempelanlagen im griechischen Stil, überragten seine „Hallen der Helden“ die Donau und postulierten den Triumph des „teutschen Geistes“. Die architektonischen Gegensätze sind ebenso faszinierend wie bezeichnend für die Umbrüche in Bayerns Geschichte vom Absolutismus zur konstitutionellen Monarchie.