Bewegte Zeiten.

Der Bildhauer Erasmus Grasser (1450 - 1518)

Die Figur des Heiligen Petrus und die Moriskentänzer, Büsten vom Chorgestühl der Frauenkirche sowie der Heilig-Kreuz-Altar der Wallfahrtskirche in München-Ramersdorf: Anlässlich des 500. Todestages des genialen Bildhauers Erasmus Grasser werden zum ersten Mal die wesentlichen Werke seines Schaffens in einer umfangreichen Ausstellung präsentiert. Wie kein anderer Künstler hat Erasmus Grasser die spätgotische Kunst Münchens mit seinen extravaganten und raumgreifenden, zugleich einfühlsamen und charaktervollen Skulpturen geprägt. Zeitgenössische Gemälde, Grafiken, Musikalien und Kostüme ergänzen Grassers epochale Werke und stellen diese in den Kontext der Lebens- und Glaubenswelt um 1500.

50 Jahre Antikensammlung am Königsplatz

Einzigartige Schätze antiker Vasenkunst

Um 1800 öffneten Archäologen die etruskischen und römischen Gräber Süditaliens. Zum Vorschein kamen Meisterwerke attischer Vasen aus der Blütezeit griechischer Töpfer- und Malkunst des 6. und 5. Jh. v. Chr. Die Begeisterung des bayerischen Königs Ludwig I. für die Bilderwelt der griechischen Antike brachte die Funde nach München. Der Mythos vom Trojanischen Krieg, die Sagen von mächtigen Helden und Göttern, Krieg und Friede wurden in den Töpferwerkstätten Athens zum Thema der Kunstwerke, die zweieinhalb Jahrtausende überdauerten.

100 Jahre Freistaat Bayern

Kurt Eisner und die Revolution 1918

Als der fünfte Kriegswinter bevorstand war die Revolution nicht mehr aufzuhalten: Am 8. November 1918 gelang es der linken Opposition um den unabhängigen Sozialdemokraten Kurt Eisner Bayerns König Ludwig III. zu stürzen. Erklärte Ziele waren die sofortige Beendigung des Krieges und die Umwandlung des Staatswesens in eine parlamentarische Demokratie. Der Erfolg war umso erstaunlicher, als er ohne ernsthaften Widerstand und völlig unblutig errungen wurde. Die Führung thematisiert Münchens Geschichte um 1900, den Zeitgeist vor dem Ersten Weltkrieg und seine Veränderung durch die politischen und sozialen Katastrophen und folgt den Spuren Kurt Eisners am Stachus.

200 Jahre Bayerische Verfassung

Der Münchner Justizpalast

Vor 120 Jahren baute der Münchner Architekt Friedrich von Thiersch den gewaltigen Justizpalast. Seither dominiert die neobarocke Fassade das Stadtbild am Karlsplatz. Das imposante Gebäude beherbergt das Staatsministerium der Justiz und bildet den zentralen Ort der bayerischen Rechtsprechung. Auch die meisten Kammern des Landgerichts München 1 sind hier untergebracht, ebenso der Bayerische Verfassungsgerichtshof und das Oberlandesgericht München. Besondere Aufmerksamkeit verdient der Raum, in dem 1943 die Prozesse gegen die Mitglieder der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" stattfanden.

150 Jahre Technische Universität (TUM)

Der Forschungscampus Garching

Begeben Sie sich auf Entdeckungsreise auf dem Forschungscampus Garching – einer einzigartigen Konzentration naturwissenschaftlicher und technischer Forschungseinrichtungen. Internationalen Forschern geht es hier um Kern- und Teilchenphysik ebenso wie um die Gestalt und Entwicklung des Universums. Max Planck-Institute, LMU und TUM sind in Garching vertreten, und alle nutzen die Leistungen des „SuperMUC“, eines der leistungsstärksten Computer der Welt. Die Führung möchte Ihnen die Geschichte der technischen Studiengänge in München, aktuelle Forschungsschwerpunkte und Fragen der Bildungspolitik verdeutlichen. Zudem eröffnet die „ESO Supernova“, das neue Münchner Planetarium.

Nach 5 Jahren Bauarbeiten

Die Meisterwerke der Alten Pinakothek

Im Herbst 2018 werden die Sanierungsarbeiten in der Alten Pinakothek abgeschlossen und die komplette Sammlung wird neu präsentiert. Neben der spätmittelalterlichen Malerei anonymer Meister und der barocken Sinnenlust stehen insbesondere die Werke der Renaissance und der Lutherzeit im Mittelpunkt der Führung. Welche Vorstellungen von Malerei und Geschichte prägten die Zeit Dürers, Cranachs, Grünewalds und Altdorfers? Einen Schwerpunkt bildet auch die Kunst von Peter Paul Rubens, dessen Gemälde einen Triumph des Barock darstellen.

Bayerische Landesausstellung 2018 in Kloster Ettal

Mythos Bayern: „Wald, Gebirg und Königstraum“

Es ist gerade die Ettaler Landschaft, die das Bild von Bayern prägt. Sie wurde zum Motiv der Maler und zur Muse der Dichter, zum Rückzugs- und Sehnsuchtsort des Märchenkönigs Ludwig II. „Wald, Gebirg und Königstraum – Mythos Bayern“ führt anhand von Panoramen und Inszenierungen mitten in dieses Bild, geleitet die Besucher über Berge, durch Wälder und an Flüssen entlang. Im November 1918 wird der Freistaat Bayern ausgerufen und Bilder wurden zum Mythos. Nach der Landesausstellung erleben Sie die eigens restaurierten Richard-Wagner-Kulissen König Ludwigs II. auf einer Führung durch die Gartenarchitektur und Parklandschaft in Linderhof. Natur, Musik und Mythos verschmelzen zu vollkommener Einheit.

Neupräsentation im Lenbachhaus

BILDSCHÖN. Ansichten des 19. Jahrhunderts

Das 19. Jahrhundert ist das Jahrhundert der Bilder. Sie erreichten eine größere Öffentlichkeit als je zuvor. Künstlerinnen und Künstler prägten auf wirkmächtige Weise die Kultur ihrer Zeit, ein sehr viel breiteres Themenspektrum wurde bildwürdig und im Idealfall vom Publikum als »bildschön« gelobt. Die damals erfundenen Motive bestimmen bis heute, was wir als romantisch, als traurig oder als schön empfinden. Im Laufe des 19. Jahrhunderts entstand ein enorm vielfältiges erzählerisches Bilduniversum, das immer wieder durch seine Innovationskraft begeistert. Besondere Würdigung erfährt dabei der Malerfürst Franz von Lenbach.