Königliches Jagdrevier

Bayerns Monarchen am Königssee

Bereits früh morgens erreichen Sie Bayerns tiefsten Gebirgssee, den Königssee. Die atemberaubende Bergwelt war lange Zeit das Jagdrevier der Fürstpröbste von Berchtesgaden, ab dem 19. Jahrhundert der bayerischen Könige. Die Schifffahrt bringt Sie nach Salet ans Südufer, von wo aus Sie auf einer malerischen Wanderung auf den Spuren des Schriftstellers Ludwig Ganghofer den Obersee erreichen. Nach dem Besuch von St. Bartholomae und einer Mittagspause im ehemaligen königlichen Jagdschloss geht die Reise nach Berchtesgaden zur Ortsbesichtigung und Führung im Alten Schloss. Die Anlage gehört bis heute den Wittelsbachern und beeindruckt durch die erlesene Kunstsammlung des Kronprinzen Rupprecht.

Große Aussicht

Das Kehlsteinhaus am Obersalzberg und Berchtesgaden

Zahlreiche Geschichten und Legenden prägen die Landschaft um das Watzmann-Massiv, so soll im Untersberg Kaiser Friedrich Barbarossa ruhen. In Ludwig Ganghofers Heimatromanen spiegelt sich die Bergromantik des 19. Jahrhunderts ebenso wie in den Wanderaufenthalten der bayerischen Königin Marie. Doch die Idylle des Obersalzbergs reizte auch Adolf Hitler, der ihn zu seinem zweiten Regierungssitz ausbaute. Martin Bormann plante die Einrichtung des Führersperrgebiets. Die Tagesfahrt möchte Sie mit den verschiedenen Aspekten Berchtesgadens bekannt machen, dem Kehlsteinhaus ebenso wie dem Wittelsbacher Schloss und den landschaftlichen Reizen des Naturparks. Ein besonderer Höhepunkt der Reise ist der Besuch der Kunstsammlung des Kronprinzen Rupprecht.

Von Kaisers Gnaden: Fürstentum Pfalz-Neuburg

Die Schlösser Neuburg und Höchstädt an der Donau

Das beschauliche Neuburg an der Donau ist geprägt von herausragender Geschichte: Nach dem Landshuter Erbfolgekrieg entstand es auf kaiserlichen Beschluss vor gut 500 Jahren am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit. Pfalzgraf Ottheinrichs erste protestantische Kirche gilt als herausragendes Kulturdenkmal, und trägt zu Recht die Bezeichnung "Bayerische Sixtina", das Schloss wurde ein Schatzhaus voller Kostbarkeiten. Durch Ottheinrichs Aufstieg zum Kurfürsten von der Pfalz entwickelte Neuburg einen Glanz, in dem sich bald ganz Europa sonnte. Sie tauchen ein in spannende Jahrhunderte bayerischer Geschichte und reisen weiter nach Schloss Höchstädt, wo vor 300 Jahren Truppen aus ganz Europa aufeinanderprallten. Diese Schlacht stellte die Weichen für Europas Geschichte im 18. Jahrhundert. (Foto: Bayerische Schlösserverwaltung.)

Im Spiegel der Jahrhunderte

Rothenburg o.d.T. und die Meisterwerke Tilman Riemenschneiders

Eine umfassende Stadtführung macht Sie mit den glanzvollen und stillen Jahrhunderten in Rothenburgs Geschichte vertraut und erklärt die Begeisterung der Künstler der Romantik für die ehemalige Reichsstadt. Der Nachmittag steht dann ganz im Zeichen der Kunstwerke des Schnitzmeisters Tilman Riemenschneider, für die Rothenburg und seine Umgebung berühmt sind. Wir besuchen St. Jakob in Rothenburg und unternehmen einen Spaziergang nach Detwang ins romantische Taubertal zur Besichtigung von St. Peter und Paul. Die Rückreise führt durch das Nördlinger Ries, wo Sie eine der am besten erhaltenen Burganlagen Bayerns besichtigen: die Harburg.

Museum der bayerischen Könige

Die Geschichte der Wittelsbacher in Hohenschwangau

Nicht erst Bayerns Märchenkönig Ludwig II., sondern bereits sein Vater Maximilian II. wählte Hohenschwangau als idealen Aufenthaltsort, baute ein märchenhaftes Schloss im Stil der Romantik und machte es zum Familiensitz der Wittelsbacher. Am Ende des 19. Jahrhunderts ließ Prinzregent Luitpold erste Hotels für die königlichen Jagdgäste errichten. Zu Füssen einer malerischen Bergkulisse besuchen Sie Schloss Hohenschwangau und das neu eröffnete Museum der Bayerischen Könige. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Zeit König Maximilians II. Die erlesenen Exponate erläutern politische, gesellschaftliche und soziale Zusammenhänge des 19. Jahrhunderts und vermitteln eine neue Sicht auf die bayerische Monarchie.

Blaues Land: Murnau und Kochel

Auf den Spuren der Künstlergruppe "Blauer Reiter"

Erdige Farben vor strahlendem Himmel, weite Hochmoore vor mächtiger Bergkulisse – südlich von München ließen sich viele Künstler von der beeindruckenden Landschaft inspirieren. Franz Marc, Marianne von Werfkin, Alexej Jawlensky, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und andere Avantgardisten begeisterte diese einmalige Atmosphäre besonders. Hier entstanden zahlreiche Meisterwerke des "Blauen Reiter". Die Kunstreise zeigt Ihnen das neue Franz Marc Museum in Kochel und führt Sie zum Gabriele Münter Haus in Murnau, wo das Künstlerpaar die Jahre vor dem ersten Weltkrieg verbrachte. Folgen Sie den Spuren und der Faszination der legendären Künstlergruppe „Blauer Reiter“.

Idylle und Kunst

Der Starnberger See und das Museum der Phantasie

Von jeher zog es Literaten und Künstler an die Ufer des Starnberger Sees: Thomas Mann und Oskar Maria Graf, Patrick Süskind und Herbert Achternbusch. Der Tagesausflug macht Sie mit vielen Aspekten der Landschaft und Kultur dieser Region vertraut und Sie folgen den Spuren von Kaiserin Elisabeth und König Ludwig II. Den Mittelpunkt dieser Fahrt bildet die Führung durch die Kunstsammlung Lothar Günther Buchheims. Der Künstler, Autor, Fotograf sowie Verleger Buchheim hinterließ Bayern mit seinem „Museum der Phantasie“ ein beeindruckendes Denkmal für die Kunst und das Kunstverständnis des 20. Jahrhunderts.

Künstlerkolonie Dachau

Altstadt und Gemäldesammlung

Einen prächtigen Empfang bereitet Ihnen der barocke Hofgarten des Dachauer Schlosses, dessen blühende Apfelbäume und Blumenrabatten schon zahlreiche Maler verewigt haben. Sie besuchen das Wittelsbacher Schloss mit seiner prächtigen Renaissance-Holzdecke und genießen den Blick auf das nahe München. Beim Spaziergang durch die Altstadt Dachaus mit Besichtigung der Jakobskirche und der Gemäldegalerie entdecken Sie die Wirkstätte berühmter Maler wie Carl Spitzweg, Max Liebermann, Lovis Corinth und Ludwig Dill aus der legendären Dachauer Künstlerkolonie, die Ludwig Thoma in seinen Erzählungen so eindrucksvoll und lebendig beschrieb.

 

Die Nachfolger des hl. Korbinian

Der Freisinger Domberg und seine Geschichte

"Gut hast Du daran getan, dem Land der Bayern eine kirchliche Ordnung zu geben", schrieb im Jahre 739 Papst Gregor III. an seinen Legaten Bonifatius, den Gründer der bayerischen Kirchenstruktur und des Bistums Freising. Beim Rundgang über den Domberg tauchen Sie ein die über 1250-jährige Geschichte Freisings, der ältesten Stadt zwischen Regensburg und Bozen. Sie besichtigen die ehemalige fürstbischöfliche Residenz mit Fürstengang, den alten Kreuzgang und den Dom, welchem die Gebrüder Asam zum 1000-jährigen Jubiläum vor 300 Jahren eine überwältigende barocke Ausstattung gaben.

Wagners Parzival

König Ludwig II. und Schloss Neuschwanstein

Die schwärmerische Bewunderung für Richard Wagners Opernwelt veranlasste König Ludwig II. zum Bau eines wahrhaft märchenhaften Schlosses: Neuschwanstein. Die Fahrt auf Ludwigs Spuren in die Allgäuer Alpen macht Sie mit dem ungewöhnlichen Leben und dem Kunstverständnis des Bayerischen Königs sowie einer ganzen Epoche vertraut. Die befremdliche Welt des Märchenkönigs wird in die historischen Zusammenhänge eingeordnet: Woraus speiste sich die Kunstauffassung Ludwigs II.? Welche politischen und finanziellen Spielräume standen ihm zur Verwirklichung seiner Bauten zur Verfügung, und welche Erkenntnisse vermitteln sie uns über die Träume am Ende einer Epoche?

 

Alte Klöster und neues Versailles

Die Schlösser auf Herrenchiemsee

Die Inseln und die Umgebung des Chiemsees zählen zu den schönsten und ältesten Kulturlandschaften Bayerns. Bereits unter Karl dem Großen entstanden hier einflussreiche Klöster. Bischöfe und Mönche prägten lange die Geschichte bis zur Säkularisation. Auch König Ludwig II. setzte hier sein aufwändigstes und teuerstes Bauprojekt um: ein neues Versailles. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Führung dem Museum im Alten Schloss und dessen über 1200-jähriger Geschichte, vor allem der aufschlussreichen Ausstellung zum Verfassungskonvent von 1948, der den Text unseres Grundgesetzes maßgeblich bestimmte.

Das Schöne um der Schönheit willen

König Ludwig II. und Schloss Linderhof

Der Ausflug nach Linderhof stellt Ihnen das einzige fertig gestellte Schloss König Ludwigs II. vor. Die prächtige Lebenswelt des Märchenkönigs erschließt sich am besten bei einem Spaziergang durch die großzügige Parkanlage des Schlosses, die spektakuläre Aussichten bietet. Hier erschließt sich die Bedeutung Richard Wagners und seiner Opern für Ludwig II. Gleich mehrere Parkbauten widmete der König der opulenten Wagnerschen Musikwelt. Nach der Schlossführung erleben Sie auf einem Spaziergang durch Oberammergau die vielfältigen Aspekte des weltbekannten Passionsspielortes und besuchen die Klosterkirche von Ettal – ein Meisterwerk des bayerischen Barock.

Der Triumph des Rokoko

Berühmte Stuckateure im Pfaffenwinkel

Zwischen Lech und Loisach erstreckt sich eine der reichsten Kulturregionen Bayerns: der Pfaffenwinkel mit seinen zahlreichen beeindruckenden Kirchen und Klöstern. Auf Ihrer Tagesfahrt besuchen Sie zunächst die Wiege der Bayerischen Barockkunst: Kloster Wessobrunn. In den Werkstätten der ehemaligen Benediktinerabtei erlernten zahlreiche namhafte Künstler das Handwerk des Stuckateurs. Nach der Besichtigung des ehemaligen Augustinerchorherrnstifts Rottenbuch erreichen Sie Steingaden. Dort bildet die Führung in der Wieskirche, aufgrund ihrer üppigen Rokoko-Ausstattung ein Weltkulturerbe der UNESCO, den fulminanten Abschluss des Ausflugs.

 

"Gloria Dei" - Paradiesische Kirchen

Asamkirchen im Niederbayerischen Barockwinkel

Im 18. Jahrhundert entstanden zwischen Donau und Inn prächtige Barockkirchen, deren strahlende Rokokoausstattung das Lob Gottes bildlich umzusetzen sucht. Meisterhaft gelang es Cosmas Damian Asam in seinen illusionistischen Gemälden und Fresken die himmlische Herrlichkeit ins Bild zu setzen, und Egid Quirin, seinem jüngeren Bruder, die Altäre als gewaltigen Triumph des Glaubens zu gestalten. Die Führungen durch die Kirchen in Metten, Niederaltaich, Osterhofen und Aldersbach beleuchten jedoch nicht nur die Asamsche Kunst, sondern auch die wechselvolle niederbayerische Klostergeschichte bis zum großen Einbruch durch die Säkularisation.

Modell des nationalsozialistischen Schreckens

KZ-Gedenkstätte in Dachau

Am 20. März 1933 kündigte der Reichsführer-SS, Heinrich Himmler, vor der Münchner Presse die Eröffnung des Konzentrationslagers Dachau an. Bereits zwei Tage später trafen die ersten Häftlinge ein. Das Lager, in dem weit über 30 000 Menschen starben, wurde Inbegriff von täglichem Terror, Folter und Unmenschlichkeit. Doch geht es bei der Führung nicht nur um die Frage, wie dies alles möglich war, sondern auch darum, wie heute mit dieser Vergangenheit umgegangen wird. Die aktuelle Neugestaltung des Museums und des Rundgangs durch die Gedenkstätte setzt sich damit auseinander.