Glypothek II

Römische Kunst in der Glyptothek: Die Erfindung des Staatsporträts

Römische Kultur speiste sich in fast allen Bereichen aus griechischen Quellen. Trotzdem haben die Römer auf künstlerischem Gebiet auch eigenständige Leistungen hervorgebracht. Insbesondere die Porträtkunst ist ein Feld, auf dem römische Bildhauerei eine besondere Blüte erreichte. Spätestens im 1. Jh. v. Chr. wurde es unter den reichen und einflussreichen Bürgern üblich, Marmorbildnisse von sich schaffen zu lassen. Der bestechende Realismus war Ausdruck der politische Karriere und Leistung der Repräsentanten der Republik. Doch die scheiterte. Mit Augustus wurde Roms Geschichte zu der eines Kaiserreichs. Und damit änderte sich das Porträt grundlegend. Es diente nun primär dem Kaiserkult.