Basilika und Kloster

Geschichte und Bedeutung von St. Bonifaz

Vor 180 Jahren stiftete Bayerns König Ludwig I. Kirche und Kloster St. Bonifaz, eine mächtige Anlage als kirchliches Zentrum der neu entstehenden Maxvorstadt. Architekt Georg Friedrich von Zielband und künstlerischer Leiter Hermann Maria von Hess entwickelten darüber hinaus ein sinnfälliges Programm für den Ausdruck monarchischer Religionspolitik im jungen Königreich Bayern. Und Ludwig I. wählte St. Bonifaz entsprechend als Grablege. Bis heute obliegen hier den Benediktinern Liturgie und Seelsorge, und sie widmen sich in beeindruckender Weise der Armen- und Obdachlosenhilfe. Erleben Sie die klösterliche Anlage und ihre spannende Geschichte im Herzen der Stadt.

Das kaiserliche Grab

Die Münchner Frauenkirche

Erkunden Sie die Wirkstätte der Erzbischöfe von München und Freising, die größte gotische Hallenkirche Süddeutschlands: die Frauenkirche. Der Bau des Meisters Jörg von Halsbach verschlang vor über 500 Jahren enorme Summen. Ziel des Aufwands war die repräsentative Gestaltung der Grablege Kaiser Ludwigs IV., doch der Bau fiel in die politisch brisante Zeit der Reformation. Gedacht als Symbold für Bayerns Herrschaft, wurde er zugleich Wegweiser in das konfliktreiche konfessionelle Zeitalter, in dem Bayern zum Verteidiger des Katholizismus wurde. Der Rundgang führt Sie zu Meisterwerken sakraler Kunst von der Romanik bis zur Gegenwart.

Die Nähe Roms

Der Alte Peter

Jahrhunderte lang bestand zwischen den beiden großen Münchner Pfarrkirchen, dem Alten Peter und der Frauenkirche, ein fruchtbarer Wettstreit, dem die Kunst- und Kirchengeschichte Münchens viel zu verdanken hat. Finanziert durch Patrizierfamilien und das Herrscherhaus gleichermaßen, waren am Bau und an der Ausgestaltung des Alten Peter zahlreiche große Künstler beteiligt: Ignaz Günther, Cosmas Damian und Egid Quirin Asam, Johann Baptist Straub und andere Meister des Rokoko. Dabei orientierten sie sich wesentlich am Vorbild der päpstlichen Architektur und Kunst, die seit Herzog Wilhelm V. München zum "Deutschen Rom" machte.

Bollwerk der Gegenreformation

St. Michael

Die berühmtesten Baumeister und Bildhauer Bayerns errichteten im Auftrag Herzog Wilhelms IV. am Ende des 16. Jahrhunderts mit St. Michael die damals größte Renaissancekirche nördlich der Alpen. Angeschlossen an das neue Jesuitenkolleg wurde sie Zentrum katholischer Gegenreformation und in ihrer Dimension sichtbarer Ausdruck der an Rom und Wien orientierten bayerischen Politik. Der Besuch erklärt Ihnen die spannende und für Bayerns Geschichte richtungsweisende Epoche, stellt die Kunstwerke exemplarisch vor und schließt den Besuch der Wittelsbacher Gruft mit ein.

Italienische Pracht

Die Theatinerkirche

Renoviert zeigt sich die Theatinerkirche nun wieder in ursprünglich lichtem Glanz. Gestiftet von Bayerns Kurfürstenpaar 1662 anlässlich der Geburt ihres Sohnes wuchs der Bau im 18. Jahrhundert zu Münchens größter Barockkirche. Das Hofzeremoniell, insbesondere die prunkvollen Bestattungen, bestimmten die längste Zeit das kirchliche Leben, handelte es sich doch um die offizielle Hofkirche der Wittelsbacher, an der die Dominikaner erst 1954 ihre Wirkstätte fanden. Die Führung schließt einen Besuch der Fürstengruft mit ein.

Münchner Dorfkirchen - Tour I

Die Halbtagestour führt Sie in den Osten Münchens zum Kirchlein Mariä Himmelfahrt in Salmdorf. Nach 10-jähriger Renovierung ist dort ein Kleinod der bayerischen Kunstgeschichte wieder zu besichtigen: eine Pietà von 1340. Es geht weiter nach St. Ägidius in Keferloh, dessen Kirchenraum zu den reinsten der Münchner Romanik zählt. Und schließlich lernen Sie die reichen Kunstschätze von St. Maria Ramersdorf kennen, neben Altötting Bayerns ältestes Marienwallfahrtszentrum.

Münchner Dorfkirchen - Tour II

Die Halbtagestour führt Sie zur Schlosskapelle Blutenburg, einem spätgotischen Meisterwerk, das mit den Namen Jörg von Halsbach und Jan Pollack verbunden ist. In Neuhausen besuchen Sie die alte Winthirkirche, besuchen die Rokoko-Kirche St. Georg und den kleinen Künstlerfriedhof in Bogenhausen und gelangen schließlich nach Fröttmaning, wo sich zwischen Schnellstraßen und Industrie tapfer die älteste Kirche im Münchner Raum überhaupt behauptet: Heilig Kreuz. Seine romanischen Fresken stellen einen einmaligen Schatz der bayerischen Kunstgeschichte dar.